Willkommen zur Eröffnungsausstellung des BRIDGES-Projektes – einer kulturellen Reise, die beleuchtet, auf welch vielfältigen Wegen die ukrainische Kunst seit dem 16. Jahrhundert mit der Welt in Beziehung tritt.
BRIDGES („Brücken“) lädt Sie dazu ein, die unerwarteten Berührungspunkte zwischen der ukrainischen Kunst und globalen Einflüssen zu entdecken. Von Dürers biblischen Drucken aus dem 16. Jahrhundert bis hin zu den Coca-Cola-Werbekampagnen, die einst der sowjetischen Zensur zum Opfer fielen – die ukrainische Kunst war seit jeher stärker mit globalen Strömungen verbunden, als man vermuten könnte. Dieses Projekt stellt diese Verflechtungen dar – nicht indem es kulturelle Identitäten einebnet oder verwischt, sondern indem es die produktive Dynamik würdigt, mit der sie aufeinandertreffen, sich anpassen und verändern.
Diese erste Ausstellung widmet sich dem 17. und 18. Jahrhundert – einer Epoche, in der sich religiöse Bilderwelten insbesondere durch den Buchdruck und Kupferstiche schneller und in größerem Ausmaß über Ländergrenzen hinweg verbreiteten als jemals zuvor. Im Zentrum steht die Frage, wie die Hafenstadt Antwerpen zu einer globalen Drehscheibe religiöser Bilderwelten wurde, die auch ukrainische Künstler beeinflusste.
Da die Ukraine stärker denn je im kulturellen Bewusstsein der Welt präsent ist, laden wir Sie dazu ein, in beide Richtungen zu blicken: darauf, wie westliche Einflüsse die ukrainische Kunst geprägt haben, und darauf, welche tiefgreifenden, sich über Kontinente und Jahrhunderte erstreckenden Verbindungen die ukrainische Kultur offenbart.
Es geht dabei um mehr als Kunstgeschichte. Es ist eine Geschichte gemeinsamer Visionen, kreativer Anpassungen und der Kraft der Bilder, Grenzen zu überschreiten.
Diese Ausstellung besteht aus 17 Stationen, die in insgesamt etwa 30 Minuten entdeckt werden können.